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Eine Chance – der Schuljahresbeginn

In jeder Klasse bietet der Beginn des Schuljahres auch eine Chance für einen Neubeginn beim Lernen. Jetzt liegt noch alles vor dir und deinen Schülern. Diese Chance sollte genutzt werden. Besonders wichtig sind die ersten Monate in der ersten Klasse.
Aber auch bei Zweit- oder Drittklässlern und bei entsprechendem Engagement sogar noch bei Viertklässlern kann das Ruder herumgerissen und das Schulfach Rechnen im Kopf neu programmiert werden.

Das geht allerdings nur, wenn nicht einfach Stoff abgearbeitet wird, sondern wenn es dir gelingt. Mathematik zum Leben zu erwecken. Und das ist eigentlich gar nicht schwer, wie ich in meinen Beiträgen schon oft deutlich gemacht habe.
Jetzt möchte ich mich den einzelnen Jahrgängen widmen und das Besondere und Chancenreiche für die ersten Wochen am Stoff jeder Jahrgangsstufe kurz umreißen.

Konkrete Tipps gebe ich für die Klassen eins bis drei.
Solltest du eine vierte Klasse haben, so nützen dir schon einmal die Tipps für die zweite und dritte Klasse und außerdem gibt es für dich auch noch viel anderes Konkretes auf diesem Blog.
Jede Jahrgangsstufe hat im folgenden eine eigene Seite.

Wo alles anfängt: Die erste Klasse

Von der Schule erwarten sich die Kinder
– zunächst! – viel.
Es liegt an uns, sie nicht zu enttäuschen!

Deshalb solltest du auf keinen Fall damit beginnen, in einem begrenzten Zahlenraum – oft geht das ja nur bis fünf! – den Kindern sofort die hyperabstrakten Rechenzeichen + – = < und > vorzusetzen.
Einerseits langweilst du sie zu Tode mit immer den gleichen Rechnungen 2+2, 3+2, 1+3 … usw., andererseits überforderst du sie total mit den abstrakten Zeichen.

Ein verhängnisvoller Einstieg in die Schullaufbahn!

Stattdessen:
Öffne von Anfang an den Zahlenraum bis 20!
Zähle und spiele in diesem Zahlenraum mit den Kindern.

Warum das so wichtig ist, erfährst du in diesem Beitrag:
Die Zahlenreihe – das Bezugssystem für alles
Und auch noch in diesen beiden:
Zahlen – Freunde, Feinde oder Aliens Teil 1 und Teil 2

Außerdem findest du Möglichkeiten, mit der Zahlenreihe zu spielen:
Die Zahlenreihe wird lebendig und Afrikanisches Memory,
außerdem Streichholz-Poker.

Zum Denken und Knobeln:
Wolf, Ziege und Krautkopf
Die Fliege im Weinglas
Obstsalat

Wenn du dich nun auch noch mit den beiden Beiträgen „Wie kommt Mathe ins Schülerhirn?“ Teil 1 und Teil 2 beschäftigst, dann bist du gedanklich gut gerüstet für einen Rechenunterricht, der nicht nur dich und die Kinder gut unterhält, sondern der auch das bringt, was wir vom Unterricht eigentlich erwarten: Die Schüler lernen was!
Dann solltest du ab der ersten vollen Schulwoche mit einem Ziffernschreibkurs beginnen, jede Woche eine Ziffer – für die Erstklässler sind das Zahlen, denn es geht ja momentan noch nicht über den Zehner hinaus.

Wenn die Kinder die Zahlen bis 5 schreiben können, gibt es eine Reihe weiterer Möglichkeiten.
Jetzt musst du sie erst einmal für das Denken und den Umgang mit Zahlen begeistern!

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Den Claim abstecken

Claim abstecken – zwei Spieler

Ein Spielfeld wird auf Karopapier markiert, z.B. 20 x 30 Kästchen.
Es wird mit zwei Würfeln gespielt.
Der Startpunkt ist in einer Ecke. Ausgehend von diesem Startpunkt markiert der erste Spieler seinen erwürfelten Claim. Nehmen wir an, die beiden Würfel zeigen 3 und 5.

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Coachinginhalte sinnvoll aufgebaut

Beim Coachingplan ist das Zeitmanagement eine wichtige Sache. Die zweite wichtige Sache ist natürlich das passgenaue Auswählen der Inhalte.
Wenn ein Drittklässler keine Vorstellung vom Dezimalsystem hat und keine Rechenbausteine in Form von Zerlegungen und Auffüllungen auswendig zur Verfügung hat, dann nützt es sehr wenig, ihn Aufgaben aus dem Arbeitsheft der 3. Klasse lösen zu lassen.

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Mit Coachingplan zum Lernerfolg

Material alleine nützt wenig

Wenn du mit einem Kind daran arbeiten willst, nachhaltige Verbesserungen zu erzielen, dann ist es ein unerlässlicher erster Schritt, mit dem Kind zu reden, ob es überhaupt will.
Das Kind muss sich ernst genommen und angenommen fühlen. Über den Kopf des Kindes hinweg Maßnahmen zu vereinbaren ist kontraproduktiv, ein absolutes No-Go!

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Zeiträume zum Anfassen – der Schulausflug

Die Klasse 4a macht einen Schulausflug. Um 8.00 Uhr fährt der Bus los, 45 Minuten später ist die Klasse am Ziel angekommen. Es folgt eine Wanderung von 2 Stunden. Die Rückfahrt erfolgt mit dem Zug, der um 13.00 Uhr wieder am Ausgangsort ankommt.
Wie lange hat die Zugfahrt gedauert, wenn die Klasse nach der Wanderung eine Pause von 1 1/2 Stunden einlegt?

Bei dieser Aufgabenstellung haben sicher einige Kinder sprachliche Probleme: Was genau ist da eigentlich gemeint und gefragt?
Das Hauptproblem liegt im letzten Satz: „Wie lange…., wenn ….?“
Da muss der mit einem Nebensatz angegebene Zeitraum – eine Pause von 1 1/2 Stunden – an der richtigen Stelle in den Gesamtablauf eingefügt werden.

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Die schlimme Sieben

Würfelspiele sind sehr nützlich, das kann gar nicht oft genug betont werden.

Bei der schlimmen Sieben wird mit zwei Würfeln gespielt und es geht um das schnelle Erfassen der gewürfelten Punktemenge, die sich aus den beiden Teilmengen zusammensetzt. Das ist also ein sehr gutes Training für Zahlenzerlegungen.

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Stromversorgung

Ein Denkspiel, das ich aus Kindertagen kenne und das in abgewandelter Form auch in einigen Rätselbüchern zu finden ist, ist dieses:

Es gibt drei Häuser, die von drei verschiedenen Werken mit Strom, Gas und Wasser versorgt werden.
Jedes Haus soll sowohl eine Strom-, als auch eine Gas- und eine Wasserleitung bekommen.

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